Startseite Bistum Würzburg
Bistum Information Rat+Hilfe Glauben Seelsorge Pfarreien Lebensphasen Verbände Bildung+Schule Kunst+Musik
   Sakramente:
  Taufe    
  Beichte    
  Eucharistie    
  Firmung    
  Ehe    
  Weihe    
  Krankensalbung    
   Suche
   
   Service
  Gottesdienste    
  Gebetsanliegen    
  Gästebuch    
  Kontakt zum Bistum    
  Veranstaltungen    
  Download    
  Direktorium 2012    
  Liedpläne zum Download    
   Surfbrett
  Pressedienst    
  Sonntagsblatt    
  Radioredaktion    
  Fernsehredaktion    
  Caritas    
  Jugend    
  Bistum intern    
 
Bistum Würzburg  > Glauben  > Sakramente

Das Sakrament der Beichte

Auch wenn mancherorts wie hier in Ebrach die Beichtstühle einer Kirchenrenovierung weichen müssen - ausgedient hat das Sakrament der Versöhnung damit noch lange nicht.
Auch wenn mancherorts - wie hier in Ebrach - die Beichtstühle einer Kirchenrenovierung weichen müssen - ausgedient hat das Sakrament der Beichte damit noch lange nicht.

Bedeutung

Im Sakrament der Buße bekennt sich der Mensch zu den Sünden, die er begangen hat, und übernimmt die Verantwortung für sie. Dadurch öffnet er sich neu Gott und der Gemeinschaft der Kirche und ermöglicht sich so eine neue Zukunft.

Indem der Priester die Absolutionsformel spricht, wird der Einzelne mit Gott versöhnt. Diese Versöhnung gilt auch für seine Mitmenschen, die Kirche und die ganzen Schöpfung.

Voraussetzungen

Damit in der Absolution durch den Priester die Versöhnung mit Gott und der Gemeinschaft der Glaubenden ausgesprochen werden kann, bedarf es:

  • - der Reue
  • - des Aussprechens der Schuld im Bekenntnis
  • - des Vorsatzes, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen

Ablauf

Nachdem der Beichtstuhl betreten wurde, begrüßt der Priester den Beichtenden. Dieser macht anschließend das Kreuzzeichen und spricht:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Daraufhin antwortet der Priester:

Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit.

Antwort: Amen.

Es folgen das Bekenntnis der Sünden und das Beichtgespräch. Dabei übernimmt der Beichtende eine Buße – zumeist in Form eines Gebets – zur Genugtuung für seine Sünden.

Anschließend spricht der Beichtende ein kurzes Reuegebet und der Priester erteilt die Absolution mit folgenden Worten:

Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden.

So spreche ich dich los von deinen Sünden.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Antwort: Amen.

Priester: Dankt dem Herrn, denn er ist gütig.

Antwort: Sein Erbarmen währt ewig.

Daraufhin entlässt der Priester den Gläubigen. Er hat mit folgenden Worten des Priesters Vergebung für seine empfangen:

Der Herr hat dir die Sünden vergeben. Geh hin in Frieden.

Das Beichtgespräch

Alternativ zur Beichte im Beichtstuhl bieten Priester das so genannte Beichtgespräch an. Es findet meist in einem Nebenraum der Kirche oder im Pfarrhaus statt. Während des persönlichen Gesprächs bekennt der Beichtende seine Sünden und zeigt seine Reue. Der Priester spricht die Worte der Vergebung und legt dem Gläubigen die Hände auf.

Beichtgeheimnis

Bekennt ein Christ im Sakrament der Beichte seine Sünden, ist der Priester zur völligen Geheimhaltung verpflichtet. Egal wie schwerwiegend mögliche Argumente sein können, der Priester kann vom Beichtgeheimnis nicht entbunden werden. Vor Gericht kann er das Zeugnisverweigerungsrecht geltend machen.

Verletzt ein Priester das Beichtgeheimnis, begeht er eine schwere Sünde. Er verliert die Beichtvollmacht sowie all seine Ämter und Würde.

Nach der Beichte darf der Beichtvater nur mit ausdrücklicher und freiwilliger Erlaubnis mit dem Beichtkind über seine Sünden sprechen.

Wer zufällig etwas aus einer Beichte erfährt, ist ebenfalls zum Schweigen verpflichtet.

Diskussion

Die Beichte bei einem Priester ist die sakramentale und persönlichste Form der Sündenvergebung. Hier erfährt der Gläubige (z.B. bei schwerer eigener Schuld) die unmittelbare Zusage der Vergebung Gottes durch den Priester.

Neben dem Angebot der Einzelbeichte gibt es vor allem in der Advents- und Fastenzeit als Vorbereitung auf die Hochfeste in vielen Gemeinden Buß- und Versöhnungsfeiern. Dabei sind die Gläubigen eingeladen, miteinander das eigenen und das gemeinschaftliche Leben zu bedenken, sich zu besinnen, den Zuspruch aus dem Wort Gottes zu hören und den versöhnenden Segen zu empfangen.

Allerdings ersetzt die Bußfeier die persönliche Beichte nicht. Vielmehr ist sie eine eigene Form der Versöhnung.

Material

Flyer für Kinder zum Sakrament der Beichte: